Neuer Bericht: Passwortverhalten in Deutschland – sicher oder riskant?

Online-Shopping wird immer beliebter; wir alle wissen den Komfort digitaler Angebote zu schätzen. Wir sparen damit viel Zeit, das ist das Schöne daran. Weniger schön daran ist, dass wir für unsere Online-Konten Passwörter mehrfach verwenden.

Jedes Jahr wirbt der Welt-Passwort-Tag für ein besseres Passwortverhalten; 2020 fällt er auf den 7. Mai. Für uns ein guter Anlass, unseren 3. Bericht zur Psychologie der Passwörter vorzustellen. Wie sicher oder riskant verhalten Sie sich im Internet? Kennen Sie die Risiken, denen Sie sich aussetzen? Mit welchen Maßnahmen könnten Sie sich noch besser schützen? Diese und andere Fragen haben wir 3.250 Personen weltweit in einer Umfrage zum Thema Online-Sicherheit gestellt.

Wissen und Tun sind zwei paar Schuhe

Das auffälligste Ergebnis unserer Umfrage war die kognitive Dissonanz bei den Befragten: Alle wissen eigentlich, was man tun müsste, doch sie tun es nicht. So sagen 91 % beispielsweise, es sei riskant, immer dasselbe Passwort oder Varianten davon zu verwenden. Dem zum Trotz geben ganze 66 % an, dass sie immer oder meistens dasselbe Passwort oder eine Variante davon verwenden – 8 % mehr als in unserer Umfrage aus dem Jahr 2018.

In Deutschland wählen 42 % der Computernutzer einfache Passwörter, weil sie Angst haben, sie zu vergessen. Noch schlimmer: 66 % ändern ihr Passwort auch dann nicht, wenn sie aus den Medien von einer Datenpanne erfahren, die sie betrifft. Dabei gibt jeder, der dasselbe Passwort mehrfach verwendet, Hackern einfachen Zugang zu all seinen Konten, die er damit zu schützen glaubt! (Weitere interessante Ergebnisse finden Sie in unserer Infografik zum Online-Verhalten in Deutschland.)

Sobald ein Hacker Ihr wiederverwendetes Passwort geknackt hat, hat er einfachen Zugang zu allen Konten, für die Sie es verwenden. Angesichts der ständig zunehmenden Cyberkriminalität während der letzten Monate erscheint die Wiederverwendung von Passwörtern besonders riskant. Bleibt die Frage, warum die Leute sich so verhalten. Warum tun sie das Gegenteil dessen, was sie für richtig erachten?

Viele denken, kein lohnendes Ziel zu sein

Ein Grund: 41 % der weltweit Befragten halten ihre Konten nicht für wertvoll genug, um gehackt zu werden. Doch sie irren gewaltig! Unsere persönlichen Daten sind für Hacker durchaus lukrativ. Einzeldaten an sich, zum Beispiel Ihre Kreditkartennummer, bringen nicht viel – vielleicht 5 bis 110 Euro. Deshalb sind Hacker auf riesige Datenbestände aus. Mit der Kundendatenbank eines großen Anbieters, bei dem auch Sie ein Konto haben, lässt sich im Dark Web gutes Geld verdienen.

Unsere Umfrage hat noch weiteres Interessantes ergeben! Werfen Sie einen Blick auf die Infografik, die die globalen Ergebnisse veranschaulicht, und laden Sie das E-Book herunter, um den vollständigen Bericht zu lesen.

Inhalt des E-Books:

  • Was die Gründe für die Wiederverwendung von Passwörtern sind
  • Wie viele Nutzer die Passwörter ihrer besseren Hälfte erraten können
  • Was in puncto Online-Sicherheit gut läuft
  • Wie sich Nutzer in unterschiedlichen Ländern verhalten
  • Und vieles mehr